Mittwoch, 25. Mai 2011

Freizeitgestaltung


Typische Tage sehen unter der Woche hier so aus: Zwischen 6 und halb 7 wird aufgestanden, anschließen geht es mit – oder auch ohne Frühstück – mit Trotro oder Taxi in die Arbeit. Zwischen 5 und 6 mit den gleichen Verkehrsmitteln zurück, Abendessen, vielleicht noch ein wenig auf der Veranda sitzen, bevor es meistens bald darauf recht zeitig wieder ins Bett geht. Das hat den Vorteil, dass es Wochentags nicht viel Freizeit gibt, die gestaltet werden müsste. Der Nachteil ist jedoch, dass man sich, erstens auf Dauer körperlich und geistig etwas unterfordert fühlt und es, zweitens auf Dauer doch arg öde wird.

Die logische Konsequenz: Am Wochenende muss etwas gegen die körperliche und geistige Unterforderung getan werden. In einer Stadt wie Accra, mit irgendwas zwischen 2 und 3 Million Einwohner ja nicht gerade klein, sollte da doch etwas gehen. Könnte man meinen. Ist auch so, wenn man weiß wie und wo.

Beginnen wir mit dem Thema Sport: Parks gibt es praktisch keine, die Straßen sind mit stinkendem und rußendem und überhaupt eh lebensgefährlichem Verkehr überfüllt. Joggen fällt also aus. Es gibt zwar tatsächlich ab und zu einen hartgesottenen Ghanaer, der ungerührt die Ring Road entlang jogged, es handelt sich dabei jedoch eindeutig um eine sehr exotische Spezies. Zum Nachahmen lädt das jedenfalls nicht ein.

Was also dann? Der Reiseführer listet einige Fitnessclubs auf, die jedoch alle entweder nur für Mitglieder oder teuer oder zu weit ab vom Schuss oder alles zusammen sind. Unter all den noblen Adressen findet sich jedoch auch der „Akumah Nelson Sports Complex“, der der Stadt gehört. Es soll dort eine ganze Reihe von Sportgelegenheiten geben, von Boxen über Fußball zu Tennis und Schwimmen. Zwar heißt es, die Anlagen seien momentan nicht im besten Zustand, aber hey: Der Reiseführer ist ja auch nicht mehr taufrisch.

Also: Ansehen und Ausprobieren! Als wir dort ankommen, sind die Anlagen tatsächlich nicht in ganz so einem schlechten Zustand wie man das nach der Beschreibung erwarten konnte. Sporteln gestaltet sich aber dennoch etwas schwierig hier. Die einzige pärchentaugliche Sportanlage wäre der Tennisplatz. Der sieht zwar sogar richtig gut aus, nur hilft das leider nicht viel, wenn man keine Schläger hat. Einen Sportgeräteverleih gibt es nämlich ebenso wenig wie das angekündigte Schwimmbad.

Was nun? Schwimmen wäre ja auch ganz nett. Aber wie, wenn es keine öffentlichen Bäder gibt und das Meer auf Grund von Wellen und Müll auch keine Alternative ist? Zum Glück sind wir Obrunis und auch als Studenten nicht ganz arm und können es uns daher zumindest einmal leisten uns in einem der zahlreichen noblen Hotels der Stadt am Pool einzuquartieren. Umgerechnet etwa 7 Euro kostet das beispielsweise im „Golden Tulip“, einem Vier-Sterne-Quartier mit ganz anständigem Plantschbecken.

Ständig können aber auch wir uns das nicht leisten und so stellt sich umso mehr die Frage, wie sich die Einheimischen fit halten. Das betrifft dabei die Frauen noch mehr als die Männer, denn zumindest die Jungs sieht man regelmäßig beim kicken, wo auch immer sich gerade ein freier Fleck dafür finden lässt. Frauen beim Sport haben wir jedoch nicht entdecken können.

Das Bewegungsmangel-Problem war also mit etwas finanziellem Einsatz zunächst gelindert. Blieb das Problem der mangelnden geistigen Betätigung. Abhilfe würde hier beispielsweise ein Buch schaffen. Oder allgemein etwas Kultur.

Zunächst zu „Mission: Buch“: Es ist nicht leicht in Accra etwas zu lesen zu finden, wenn man von lokalen Tageszeitungen, die an jeder Straßenecke angeboten werden, einmal absieht. Deren Qualität – sowohl die journalistische als auch ganz simpel die des Drucks – lässt jedoch oft so sehr zu wünschen übrig, dass es selten eine Freude ist, sie zu lesen.

Gut, in den Tankstellen finden sich mitunter ein paar Zeitschriften und internationale Zeitungen, ebenso im „Koala“, einem der wenigen Supermärkte. Das Angebot ist allerdings nicht gerade sonderlich gut sortiert ist (Berliner Zeitung vom Februar, Times vom Oktober 2010) oder wird zu Mondpreisen verkauft wird.

Die Suche nach einem Buchladen - insbesondere einem anständig sortiertem - gestaltet sich aber noch schwieriger. Im Einkaufszentrum Accra Mall gibt es einen Buchladen, die meisten Bücher dort sind jedoch entweder auf den ersten Blick am Einband als Schnulzenromane zu erkennen oder es handelt sich um Sachliteratur. Nicht unbedingt das, was sich zum Abschalten eignet.

Ich bin ja nicht mal so anspruchvoll, ich würde mich ja sogar mit einem Dan-Brown-Wälzer zufrieden geben. Im Moment setzte ich ganz auf eine Holzbude am Straßenrand in der Nähe. Leider hatte die am letzten Wochenende natürlich zu und unter der Woche schaffe ich es zeitlich kaum da vorbeizuschauen. Allerdings sind mir auch Gerüchte über einen Buchladen irgendwo in Osu, also ganz in der Nähe meiner Arbeit, zu Ohren gekommen. Es scheint also noch nicht alles verloren zu sein!

Und wie sieht es mit ein wenig geistig-kulturelle Ablenkung aus? Accra besitzt zwar ein hochmodernes (wenn auch nicht unbedingt schönes) Nationaltheater. Da es aber über kein eigenes Ensemble verfügt, wird es nur sporadisch bespielt wird.

Etwas Hoffnung machte immerhin die Ankündigung der „Cultural Days in May“ im Daily Graphic, eine der besseren Zeitungen. Es handelt sich dabei um einer Art Kulturfestival mit verschiedensten Veranstaltungen an verschiedenen Orten. Den Auftakt bildeten Konzerte zweier preisgekrönter ghanaischer Bands in der „Alliance Francaise“, so etwas wie das französische Pendant zum Goethe-Institut. Die Konzerte waren dann auch recht schön.


Leider hatten aber sowohl die Veranstalter als auch die Journalisten vergessen eine Zeit anzugeben und auch im Internet waren kaum Infos zu bekommen. Überraschenderweise war dann doch einiges los, allerdings bestand das Publikum zur Hälfte aus Obrunis und beim Rest handelte es sich wohl größtenteils um die jeweiligen Fanclubs der beiden Bands. Ein breiteres, einheimisches Publikum war nicht anwesend.

Über die Gründe lässt sich nur spekulieren: Mit regulär sechs Cedi (Studenten: zwei Cedi) zu teuer? Schlechte Öffentlichkeitsarbeit? Oder ist der durchschnittliche Ghanaer einfach nicht sonderlich kulturbegeistert?


P.S: Den sagenumwobenen Buchladen in Osu gibt es tatsächlich und er ist zumindest besser sortiert als der in der Accra Mall, auch wenn er noch lange nicht an europäische Standards herankommt. Immerhin habe ich jetzt ein Buch, sogar von einem Ghanaer geschrieben. Außerdem hat sich an der Sportfront neues ergeben: Das Aviation Social Centre am Flughafen scheint eine ganz gute Option zu sein und wurde von Steffi schon erfolgreich getestet. Außerdem gibt es eine Internetseite für „Expatriates“ (in Ghana lebende Ausländer), die erste Hilfe in sportlichen Notfällen leistet. Wer suchet, der findet!

P.P.S: Bei besserer Internetvebindung folgt noch ein Video! 

Donnerstag, 12. Mai 2011

Von Busreisen, Traumstränden und Zivilisationsfolgeschäden

Eigentlich müsste der Blog jetzt „Akwaaba Abrofo“ heißen (Laut einem der Fahrer in der Friedrich-Ebert-Stiftung ist das der Plural von „Obruni“; Ich habe aber auch schon die Version "Aburoni" gesehen und werde diesem Sprachenrätsel daher weiter nachgehen), denn seit einer Woche habe ich eine Co-Autorin: Steffi ist da! Deshalb nicht wundern, wenn in Zukunft öfter mal von „wir“ die Rede sein wird. 

Da wir ja aber nicht nur zum Arbeiten hier sind und Ghana angeblich auch eine ganze Reihe paradiesischer Strände zu bieten hat, war klar wohin es gehen soll: Ans Meer! Genauer, zur Green Turtle Lodge in der Nähe von Cape Three Points in der Western Region. Die Reiseführer versprechen einen magischen Ort und jeder Praktikant in Accra scheint sie zu kennen oder schon von ihr gehört zu haben. Also, nichts wie hin!

Die Fahrt dorthin entwickelte sich dabei aber zu einer ersten Prüfung für Geduld und Nerven. Die Fahrt sollte rein rechnerisch etwa fünf bis sechs Stunden dauern, mit dem Trotro zunächst nach Takoradi, der nächsten größeren Stadt. Von dort mit einmal umsteigen ebenfalls mit Trotros weiter bis kurz vor Akwidaa, dem nächsten Fischerdorf nahe der Green Turtle Lodge. Daher sollte es spätestens um 12 Uhr aus Accra losgehen um möglichst noch vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen. Soweit der Plan.

Nun, es wurde dann ein wenig später, weshalb wir uns entschieden den Reisebus zu nehmen. Vielleicht ist der ja ein wenig schneller und zuverlässiger als das Trotro. Soweit der naive Gedanke. Als wir um kurz nach ein Uhr am Busbahnhof ankamen, hieße es, der nächste Bus würde um 2.30 Uhr fahren. Nun, nicht ideal, aber immer noch besser als jetzt noch einmal ein Taxi zur Trotro-Station zu nehmen und dann nicht zu wissen, wann das Trotro losfährt.

'Unsere' Hütte
Es wurde 2.30 Uhr, es wurde 3.30 Uhr… kein Bus. „When is it leaving?“ – „Anytime soon“. Aha. ‚Anytime soon’ hieß letzten Endes 16.15 Uhr, die Fahrt begann damit mitten im Berufverkehr. Zusammen mit all den Vorortbewohnern schob sich also unser Reisebus im Stop-and-Go-Verkehr langsam aus der Hauptstadt und es wurde langsam klar, dass der meist recht flüssige Verkehr auf der Ring Road doch eher die Ausnahme darstellen muss.

Mit Einbruch der Dämmerung hatten wir dann endlich Accra hinter uns gelassen. Es wurde dunkel und die Landschaft zog nur noch in Schatten an uns vorbei. Die Leselampen gingen nicht, es blieben damit nur Seifenopern aus nigerianischer Produktion als Ablenkung, die in ohrenbetäubender Lautstärke auf dem Bord-Fernseher liefen.

Fünf Stunden lang, denn dank des Berufverkehrs in Accra waren die eigentlich angesetzten vier Stunden Fahrtzeit nicht mehr zu halten. Dabei tickte die Uhr, wir mussten schließlich noch weiter. Immer wieder der bange Blick auf die Zeit. Immer wieder der Versuch herauszufinden, wo wir uns gerade befinden. Die Frage, wie lange es wohl noch dauern würde, stellten wir schon gar nicht mehr.

Fischerboote in Akwidaa
Um halb 10 waren wir endlich in Takoradi. Tolle Sache. Dunkel war es schon lange, nun waren wir auch noch in einer unbekannten Stadt, die seit Beginn des Ölbooms allerlei ehrliche wie unehrliche Leute in Scharen anzieht. Zu einer Uhrzeit, zu der kein Trotro mehr irgendwohin fährt. Taxis zum Glück allerdings schon noch, wenn auch zu einem ganz ordentlichen Preis. Doch was half es, wir mussten und wollten weiter und hatten es eilig. Der Taxifahrer offenbar auch, er legte jedenfalls eine sehr sportliche Fahrweise an den Tag. ‚Zum Glück kennt er die Straße ja wie seine Westentasche’ war ein wiederkehrender Gedanke.

Nach einer halben Stunde konnte aber auch unser Taxifahrer nicht mehr schnell, dafür war nun die Straße wirklich viel zu schlecht geworden. Auf einer unbefestigten und vom Regen zerklüfteten Schotterpiste ging es noch eine weitere halbe Stunde durch die Nacht, teilweise im Schritttempo, bis wir um kurz nach 11 Uhr endlich angelangten.

Unendliche Erleichterung machte sich breit, als wir schließlich unsere Hütte betraten: Geräumig, und wunderschön eingerichtet. Ein Himmelbett aus Bambus, eigene Dusche und Toilette, alles mit Liebe zum Detail gestaltet. Die Strapazen hatten sich gelohnt. Das Bild setzte sich am nächsten Tag bei Licht fort: Hübsche kleine Rundhütten unter Palmen, ein altes Fischerboot als Bar und ein Traumstrand direkt vor der Türe. In den nächsten Tagen verlor die Zeit zunehmen an Bedeutung, wir verbrachten die Zeit mit Lesen, Baden und leckerem Essen.

Und das alles auch noch mit recht gutem Gewissen: Die Green Turtle Lodge hat sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Soweit irgend möglich sind alle Gebäude aus lokalen Materialien von lokalen Arbeitskräften errichtet worden. Der Strom stammt aus Solarpanelen, die Toiletten sind selbst-kompostierend.

In der Küche wird der frische Fang aus dem nahegelegenen Fischerdorf zubereitet, was ungefähr so aussieht: Ein kleines Kanu hält kurz vor der Brandung, der Fischer springt ins Wasser und taucht wie Poseidon aus der Brandung wieder auf. Er trägt einen riesigen Fisch an den Kiemen in die Küche. Nach kurzer Zeit kommt er wieder zurück, springt in die Wellen, klettert zurück in sein Kanu (das in der Zwischenzeit wundersamer Weise keinen Zentimeter abgetrieben wurde) und paddelte wieder von dannen. Auch sonst kommen so viele Zutaten wie möglich aus der Umgebung, etwa Obst und Gemüse.

Nachbardorf 'Cape Three Points'.
Ein Teil der Einnahmen aus der Lodge geht in einen Schul-Fond zu Gunsten des Dorfes und in den Schutz der am Strand nistenden Meeresschildkröten. Gleichzeitig sind zahlreiche Arbeitsplätze entstanden, durch die Lodge selbst und durch die angebotenen Touren. Insgesamt arbeiten etwa 30 Leute für die Lodge, was deutlich mehr zu sein scheint als wohl eigentlich nötig wäre.

Doch auch wenn die Green Turtle Lodge wie aus dem Paradies zu sein scheint: Die Realität bleibt immer in greifbarer Nähe. Nicht nur in Accra, auch in dieser ländlichen Gegen gibt es eindeutig ein Müllproblem. Verlässt man den Strandbereich direkt vor der Lodge, der regelmäßig gereinigt wird, ist auch hier alles mit Plastikmüll übersäht. In den Mangroven der nahegelegenen Lagune wiegen sich Plastiktüten in der leichten Strömung.

Die Menschen in Akwidaa leben Großteils in Lehmhütten die nur etwas über dem Meeresspiegel liegen und die so aussehen, als hätten sie einem wirklich starken Regen oder einer Sturmflut nicht viel entgegen zu setzen. Wenn man durch die verwinkelten Gassen streift, erntet man durchaus den einen oder anderen misstrauischen Blick, man fühlt sich irgendwie fehl am Platz.

Nur die Kinder sind äußerst kontaktfreudig. Auch wenn manche tatsächlich nur neugierig sind, so steigert man die eigene Attraktivität doch ungemein, wenn man den Fehler begeht eine Wasserflasche aus Plastik offen mit sich herum zu tragen. Manche wollen einem auch eine Kokosnuss verkaufen, andere fragen aber auch direkt nach einem Cedi, ohne eine Gegenleistung anzubieten.

Unweit des Strandes am Ortsausgang befindet sich die örtliche Müllkippe. Die Plastikdichte steigt in diesem Bereich des Strandes rapide an, der auch als öffentliche Bedürfnisanstalt dient, da so etwas wie Kanalisation oder sanitäre Anlagen nicht existiert. Gleichzeitig ist der Strand aber auch Spielplatz. Am letzten Nachmittag sitzen wir in einer kleinen Bar, am Strand kicken einige Kinder. Es gesellt sich ein Brite zu uns. Als er die fußballspielenden Kinder sieht, kommentiert er, dass die Kinder hier ja eigentlich ganz gesund aufwachsen würden. Von Ironie ist in seiner Stimme dabei aber nicht viel zu bemerken.



Montag, 2. Mai 2011

Schwimmen lernen

Hier beginnt langsam die Regenzeit. Das heißt nicht, dass es die ganze Zeit regnet, aber die Gewitter und Regenschauer häufen sich. Und wenn es regnet, dann tut es das sehr konsequent. Das Ergebnis könnt ihr in diesem kleinen Video begutachten:

Mein bisheriges Zimmer liegt im Souterrain. Das Wasser kam wohl durch einen Rückstau durch den Abfluss der Dusche. Das Gewitter begann so richtig etwa um 10 Uhr als ich ins Bett ging. Ich hatte zwar einen 13-Stunden-Tag hinter mir, konnte jedoch nicht schlafen, weil Donner und Regen für eine eindrucksvolle Geräuschkulisse sorgten. Als ich nach einer Stunde Durst bekam und aufstehen wollte um mir etwas Wasser zu holen, musste ich feststellen, dass bereits Wasser da war. Und zwar mehr als genug. Die Schäden hielten sich aber zum Glück in Grenzen, lediglich einen Reiseführer muss ich als Totalverlust abschreiben.
Da ich heute jedoch in 1. Stock umziehen werde, stehen die Chancen zudem ganz gut, dass sich das nicht mehr wiederholen wird.

Samstag, 23. April 2011

ÖPNV

Kwame Nkruma Circle
Wie funktioniert der Verkehr in einer Stadt mit knapp 3 Millionen Einwohnern, aber ohne U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn?  Da sich die überwiegende Mehrheit dieser knapp 3 Millionen kein Auto leisten kann (woran sich trotz positiver Wirtschaftsaussichten in absehbarer Zeit auch nichts ändern dürfte) funktioniert der Verkehr zunächst einmal überraschend gut! Staus sind auf meiner Hauptstrecke, der Ringroad zwischen Kwame Nkruma Circle und Danquah Circle, von überschaubarer Größe. Die Ausfallstrecken in die Vororte (dort, wo die Leute wohnen, die sich ein Auto leisten können) sind jedoch zur Rush Hour regelmäßig verstopft.

Dreirädriges Trotro
Der große Rest, der nicht im eigenen Fahrzeug unterwegs ist (oder im Stau steht), nimmt das Trotro: Sie sind das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs. Es handelt sich dabei um Kleinbusse, meist fernöstlicher Marken, aber auch einige ältere Mercedes „Sprinter“. Sie verkehren auf festgelegten Routen, für die es jedoch nirgendwo einen Plan gibt. Die meisten der Trotros sind dabei in einem äußerst klapprigen Zustand. Gelegentlich findet sich aber auch ein gut erhaltener, alter Ford Transit darunter. Insgesamt gehen die Dinger aber wohl recht häufig kaputt: Ich konnte schon mehrmals beobachten wie Fahrgäste versuchten, ein Trotro wieder anzuschieben. Nicht immer mit Erfolg. Auch Reifenpannen sind nicht selten. Da sie so zahlreich sind, muss man aber auch in diesem Fall nicht lange auf das nächste warten. Da man dann allerdings erneut zahlen müsste, bleiben die meisten sitzen und hoffen, dass sich das Gefährt doch noch einmal überreden lässt.

Innen sind die Trotros so ausgebaut, dass fast jeder freie Quadratzentimeter als Sitzfläche geeignet ist. Dies hat zur Folge, dass alle davor Sitzenden aufstehen müssen, wenn der aus der hinteren linken Ecke aussteigen möchten, aber immerhin passen auf diese Weise etwa 12 bis 18 Leute in so ein Trotro. Allerdings auch nicht mehr, denn Trotros haben eine zutiefst „deutsche“ Eigenschaft: Es werden nur so viele Passagiere mitgenommen, wie Sitzplätze vorhanden sind. Ohne zu stapeln. Egal, wie viele warten. Punkt. Früher wurden Trotros wohl tatsächlich so voll beladen, wie es nur irgend ging. Eine „Trotro-Reform“ setzte dem Tetris-Prinzip jedoch ein Ende. Nun steht außen auf den Trotros über dem vorderen Radkasten klein die maximale Anzahl an Passagieren, die befördert werden darf. Und daran wird sich auch gehalten.

Weniger streng gesehen wird jedoch die Regel,  dass Trotros nur an den vorgesehenen Stationen halten dürfen. Manchmal ist durchaus möglich auch an einer Ampel (ja, die gibt es) einzusteigen. Seit ich jedoch weiß, dass das illegal ist und dazu führen kann, dass sowohl Fahrer als auch Passagier verhaftet werden, lass ich das lieber wieder bleiben.

Sehr großes Trotro mit stolzem Mate.
Dann doch lieber eine der regulären Haltstellen benutzen, auch wenn dort gerade im Berufsverkehr immer viele Leute warten. Eine typische Trorofahrt sieht etwa wie folgt aus: Das Trotro kommt angebraust, einige Wartende springen einen Schritt zurück um nicht überfahren zu werden. Aus dem Seitenfenster lehnt der „Mate“ (sowas wie der Schaffner) und ruft das Fahrtziel aus: „Särk-Särk-Särk(le)“ (für „Kwame Nkrumah Circle“) / „Labalabalabadi“ (für Labadi Beach). Grundsätzlich werden die Fahrtziele in einem solchen Tempo und für meine Ohren so undeutlich angesagt, dass ich außer den genannten beiden bisher nur wenige weitere eindeutig identifizieren konnte.

Zusätzlich wird das Fahrtziel noch per Handzeichen angezeigt, die jedoch nicht minder uneindeutig sind. Auch hier ist das Signal für den „Circle“ das einzige, das ich bislang mit Sicherheit erkennen konnte: Eine kreisende Handbewegung, meist mit ausgestrecktem Finger gen Boden. Aber auch das ist nicht ganz einheitlich geregelt, jeder Mate hat da seine eigene Interpretation.

Das anschließende Ein- und Aussteigen hat schnell zu erfolgen, schließlich hat es der Fahrer immer eilig, Zeit ist Geld. Wenn man als letzter einsteigt, kann man von Glück reden wenn man sich noch rechtzeitig hinsetzen kann bevor der Fahrer auf’s Gaspedal tritt.

Die Kommunikation ist im Trotro auf ein nötiges Minimum reduziert. Bisher habe ich selten beobachtet, dass sich Leute unterhalten. Ebenso sparsam ist die Kommunikation mit dem Mate. Fährt man bis zur Endhaltestelle, drückt man ihm einfach nur das Geld in die Hand. Will man vorher aussteigen, sagt man dazu noch das gewünschte Fahrtziel. Ohne „please“, oder ähnliche Schnörkel. Auch ganze Sätze sind vollkommen überflüssig. Will man den Mate daran erinnern, dass man raus möchte, ruft man ihm ein kurzes „Busstop“ zu.
Manchmal teilt der Mate dem Fahrer auch auf diese Weise mit, dass er doch bitte bei der nächsten Haltestelle anhalten solle. Dies ist jedoch nicht zu verallgemeinern, jedes Tandem aus Fahrer und Mate hat sein eigenes, ausgeklügeltes Signalsystem aus Pfiffen, Zischen oder Klopfen. Das bislang hochtechnologischste System hatte ein Trotro, in dem bauartbedingt die direkte akustische Kommunikation zwischen Mate und Fahrer erschwert war: In der hinteren Ecke, wo der Mate seinen Platz hatte, ragten zwei blanke Drähte aus der Innenverkleidung. Sobald der Mate diese beiden kurzschloss ertönte im Führerhaus ein Summen.

Trotros sind definitiv das günstigste Transportmittel. Für die Strecke zur Arbeit von etwa 3 Kilometern bezahle ich umgerechnet 12,5 Cent. Da die Preise festgelegt sind, muss man hier im Gegensatz zu Taxis auch nicht handeln. Es ist lediglich ratsam darauf zu achten, dass man nicht aus Versehen „for two?“ bezahlt, wenn man auf diese gelegentliche, dann aber bis zur Grenze des Verständlichen genuschelte Frage des Mates nur unverständnisvoll nickt.

Die nächste Stufe auf der Bedeutungsskala stellen Sammeltaxis dar. Auch diese verkehren auf festen Routen, sind äußerlich jedoch nicht von normalen Taxis zu unterscheiden und nicht ganz so zahlreich wie TroTros. Oder ich habe sie bislang nur zu häufig noch nicht als solche erkannt. Die Fahrt mit ihnen kostet etwa doppelt so viel wie die im Trotro.

Äußerst selten sind auf meiner Route richtige Busse der „Metro Mass Transit Ltd.“ Bislang hatte ich lediglich ein einziges Mal das Vergnügen in einem solchen mitfahren zu können. Die vorhandenen Busse werden anscheinend vor allem auf den Ausfallstrecken eingesetzt, weniger auf der Ring Road, dem „Mittleren Ring“ von Accra. Groß und sehr orange sind sie aber kaum zu übersehen. Eine Fahrt mit ihnen kostet noch etwas weniger als die im Trotro und man erhält sogar ein richtiges Ticket.

Die Champions League bilden schließlich brandneue Busse aus chinesischer Produktion, inklusive Klimaanlage, die Sitze noch in Plastikfolie verpackt. Diese sind mit umgerechnet 50 Cent für meine Standardstrecke vergleichsweise teuer.  Seit ich vor ein paar Wochen das bislang erste und letzte Mal damit fuhr, habe ich keinen mehr aus dieser Kategorie gesehen.

Für längere oder kompliziertere Strecken (-> fehlender Netzplan) ist das Taxi das Verkehrsmittel der Wahl, ebenso für Fahrten in der Nacht, da ab etwa 10 – 11 Uhr keine Trotros mehr verkehren. Taxameter fehlen, weshalb es essentiell ist zu handeln, ansonsten wird man gnadenlos abkassiert. Die meisten Strecken kosten 2-3 Euro innerhalb Accras. Trotzdem ist es als Obruni natürlich schwierig bis schlicht unmöglich auf den gleichen Preis wie ein Einheimischer zu kommen. Ist ein solcher gerade zur Stelle (-> David), ist es daher äußerst ratsam ihn die Verhandlungen führen zu lassen. 

Mittwoch, 13. April 2011

Mit David durch Jamestown



Jamestown ist einer der ältesten Stadtteile von Accra, hier stehen einige alte Gebäude im Kolonialstil. Sehenswürdigkeiten sind der Leuchtturm und Jamesfort, eine alte Burg der Briten aus den Hochzeiten des Sklavenhandels. Doch hat dieser Stadtteil so gar nichts mit den hübschen Kolonialstädten zu tun, die ich aus Mittelamerika kenne: Jamestown ist einer der ärmeren Stadtteile Accras und das sieht man. Zwar läuft das Viertel noch nicht unter dem Label Slum, immerhin sind die meisten Straßen asphaltiert, jedoch sind die Gebäude sehr heruntergekommen. Zwischen den alten Häusern breitet sich ein Gewirr von Wellblechhütten aus und die Menschen sehen zum Teil richtig ungesund aus. Der "Lonely Planet" schreibt, dass dort nur wenige Menschen eine Brille tragen würden und das nicht, weil sie alle so gute Augen hätten. An dieser Beobachtung ist durchaus etwas dran.

Wir werden von David herumgeführt. Er ist ein echter „Local“ und scheint jeden zweiten zu kennen. Einige sind wohl auch ältere Brüder oder sonstige Verwandte. Was genau er macht, ist aber nicht so ganz klar, er arbeitet wohl jedenfalls in einem Community Theatre als Volunteer. Der Rundgang führt uns zunächst zum Leuchtturm und wir wollen rauf. David schafft es irgendwie für uns den Schlüssel zu besorgen, offenbar kennt er auch das junge Mädchen, das den Schlüssel bringt. Normalerweise ist der Turm nicht zugänglich. Aus gutem Grund: Die letzten Leitersprossen fehlen, das Metallgeländer ist etwas bröckelig von der salzigen Luft.

Für David ist es eine Premiere: Obwohl er nur 200 Meter Luftlinie entfernt wohnt, war er noch nie oben. Da er Höhenangst hat, kostet es ihn auch sichtlich Überwindung, aber er hält sich wacker und es lohnt sich. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen ein Meer aus Wellblech. Die Grenzen der Stadt verschwimmen im Dunst / Smog. Im kleinen Fischerhafen liegen duzende Pirogen, auf einem Bolzplatz wird gekickt, am Strand lässt jemand etwas fliegen, was ein Drachen sein soll. Es könnte auch einfach etwas Plastikmüll sein, aber es fliegt tatsächlich. Wieder unten bekommen wir von der inzwischen erschienen Mutter des Mädchens doch noch die Rechnung präsentiert: sportliche 3 Cedis pro Nase (ca. 1,50 Euro). Zum Vergleich: Abends bekommt man dafür eine Taxifahrt von ca. 3-4 Kilometern.

Weiter geht es an dem bereits erwähnten Community Theatre vorbei, an dem regelmäßig Themen wie HIV/AIDS, Hygiene, Müll oder Bildung, die die Community betreffen, behandelt werden. In einer kleinen Hintergasse kicken einige Jungs mit einem selbstgebastelten Fußball. Eigentlich will ich sie beim Kicken fotografieren, was allerdings schief geht, da sie viel lieber cool posen, als ich sie um Erlaubnis frage.

Leider habe ich ansonsten (noch) nicht so viele Fotos von diesem Stadtviertel, weil ich mit dem Fotografieren noch recht zurückhaltend bin: Die Kinder posieren zwar bereitwillig und haben einen riesen Spaß dabei. Viele Erwachsene sind sich aber wohl sehr wohl ihrer Lebenssituation bewusst und sehen es nicht so gerne, wenn man fotografiert. Fragen soll aber wie so oft im Leben helfen, weshalb mit der Zeit noch einige Bilder nachkommen werden.

Wir setzen uns dann erst mal hin und trinken ein Bier im „Assembly Spot“. Direkt hinter uns verläuft der offene Abwasserkanal, in dem das „Wasser“ wohl schon länger nicht mehr abläuft. Zwischendrin kommt ein kleiner Junge vorbei, lässt die Hose runter und pinkelt rein. Wir holen uns an einem Straßenstand „Killey Willey“, frittierte Kochbananen mit Erdnüssen, eingewickelt in Zeitungspapier. Beim näheren Hinsehen entpuppt sich das Zeitungspapier als deutsche „Praktiker“-Werbung. 20 Prozent auf alles, außer Tiernahrung.

Als es dunkel ist, ziehen wir weiter. Interessant: Auch nach Einbruch der Dunkelheit fühlt man sich nicht unsicher, was nicht nur daran liegt, dass wir einheimische Begleitung haben. Natürlich fällt man als Weißer in diesem Viertel aber deutlich mehr auf als in anderen. Gerade die Kinder gucken fasziniert, rufen einem „Obruni“ zu und freuen sich tierisch, wenn man ihnen winkt oder ein „How are you?“ zuruft. Im Gegensatz zu manchem anderen Stadtviertel wird jedoch nicht andauernd versucht einem irgendetwas zu verkaufen, was sehr angenehm ist.

Der Abend endet im „Jubilee Pool House“ bei einer Runde Billard und Lifemusik: Highlife, dessen Wurzeln wohl bis in die 20er Jahre zurück reichen und der wie eine afrikanische Melange aus Jazz und karibischen Rhytmen klingt. Ein langer Abend wird es aber nicht, da ich vor dem Ausflug bereits am Vormittag das erste Mal auf dem Markt Shoppen und anschließend Fußball-Bundesliga gucken war, mir das extrem schicke Einkaufszentrum von Accra angesehen habe und die Hitze immer noch ganz schön anstrengend ist. Zu allen diesen Sachen jedoch demnächst mehr, wenn auch vielleicht nicht unbedingt als nächstes.

Mittwoch, 6. April 2011

Akwaaba, Obruni!

Das erste Mal in Afrika ist in der Tat eine im ersten Moment überwältigende Erfahrung. Jetzt weiß ich, was man unter einem Kulturschock versteht. Doch der Reihe nach.

Emirates: In der Tat keine schlechte Airline. Besonders das Entertainmentsystem kann schon was. Auch die Verpflegung ist gut. Zumindest, wenn man nach Dubai fliegt. Das Frühstück auf dem Flug nach Accra fiel dann doch etwas ab. Geht ja nur nach Afrika. An Bord: Neben zahlreichen Ghanaern vor allem Asiaten, hauptsächlich wohl Chinesen. Auch daran merkt man wohl die zunehmend wichtigere Rolle die China in Afrika spielt. Darüber hinaus bestätigt sich mal wieder: Ne Nacht am Flughafen verbringen zu müssen macht einfach keinen Spaß, egal wo auf der Welt.

Airport Accra Kotoka International: Nett, klein, mit einem wahnsinnig chaotischen Zoll. Akwaaba, Obruni, Willkommen weißer Mann! 

Pick-Up Service: Läuft, William heißt der nette junge Mann.

Gastfamilie: Läuft zumindest nicht so wie gedacht. „Mama Mina“ ist zwar eine wahnsinnig liebenswürdige Person und sehr herzlich, aber dass mir am Donnerstag ein Bett in einem kleinen, dunklen, engen Raum mit den Worten präsentiert wird, dass dies nun mein Schlafplatz sei und mir Kwame und William als meine neuen Brüder vorgestellt werden, mit denen ich mir nun das Zimmer teilen werde, war dann im ersten Moment doch zu viel für mich. Insbesondere, da mir noch die Ankündigungen im Ohr klangen, dass die Gastfamilien alle wohlhabende Beamte, Banker oder Kaufleute seien, ich natürlich mein eigenes Zimmer hätte und mir noch immer Bilder von marmor-gefliesten Bädern durch den Kopf spukten. Klar, muss nicht sein, auch auf Waschmaschine und Kühlschrank kann man für ein paar Monate mal verzichten, aber wenn man so gar nicht mit so viel „Authentizität“ gerechnet hat, ist das im ersten Moment erst einmal nicht so leicht zu verdauen. 
In diesem Haus im Souterrain wohne ich jetzt.
   


Inzwischen habe ich mein eigenes Zimmer, das durchaus in Ordnung ist. Da ich aber auch einen anderen „Compound“ (Ist praktisch eine Art Bungalow-WG) gesehen habe, der für einen ähnlichen Preis deutlich schöner, besser in Schuss und besser ausgestattet ist, bleibt halt doch noch ein ein wenig fader Beigeschmack ob des Preis-Leistungsverhältnisses.


Mal sehen, ob sich da noch ein wenig was machen lässt, entweder am Preis oder an der Leistung. Zumal ich mir ab Mai mit Steffi ein Zimmer teilen werde, das im aktuellen Zustand durchaus mal nen Eimer Farbe gebrauchen koennte.

Accra: Nach dem der erste Kulturschock einigermaßen überwunden ist, geht’s am Samstag und Sonntag dann auf Entdeckungstour. Die Stadt ist laut, heiß, stickig und dreckig. Also nichts Ungewöhnliches für ein Entwicklungsland in den Tropen. Durchaus nicht ungefährlich sind dabei insbesondere die offenen Abwasserkanäle, die gelegentlich auch mal vom Müll etwas verstopft sind und über die Ufer treten können.

Wenn Stadterkundung, dann richtig. Also erst mal ab auf den Hauptmarkt Makola. Der ist riesig und man kann sich leicht verlaufen. Das Angebot ist ebenfalls riesig, insbesondere was Klamotten und getrockneten oder geräucherten Fisch anbelangt. Mit ein wenig Geduld beim Suchen dürfte sich dort wirklich alles finden lassen, was man irgendwie gebrauchen kann. Vielleicht abgesehen von Sonnencreme.

Nicht der Markt, aber immerhin der Indepence Arch.

Ebenfalls spannend: Riesige, lebende, schwarze Weinbergschnecken, denen es jedoch offensichtlich in der prallen Sonne nicht sonderlich gefällt, ebenso wie den Krabben. Die Schweine und Kühe, deren Füße ebenfalls in der Mittagshitze vor sich hin schmoren, können sich ja nicht mehr beschweren. Das übernimmt in dem Fall die eigene Nase. Zum Glück sind solche Angebote eher die Ausnahme.


Damit jetzt kein falscher Eindruck entsteht: Der Markt ist toll und ich hatte richtig Spaß dort: „Hi Obruni, how are you?” – “Fine,how are you?” – “Fine, too. What’s your name?“ –“Chris, nice to meet you.” -  „Where are you from?“ – “Germany.” - „Ah, I love Germany! You want to buy some clothes?”  - “No, thanks.” – “Come and see!” – “No, thank you, I don’t need them. But you could you tell me, where I can find pineapples?” – “Hm, let me think… maybe in this direction?” – “Ok, thanks! See you, it was a pleasure to meet you” – “See you, goodbye!”

Das Haus der FES Ghana.
Überhaupt habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass die Ghanaer sehr hilfsbereit sein können: Angefangen von der Frau, die dich im Internetcafé warnt, auf deine Tasche aufzupassen bis hin zum TroTro (klapprige Minibusse, die hier das Rückgrat des „ÖPNV“ bilden, dazu demnächst mehr), das mich Abends mal eben kostenlos zwei Stationen mitnimmt. 

Praktikum: Check. Am ersten kompletten Tag an diesem Montag konnte ich gleich mal einem Meeting mit den Resident Directors der übrigen Stiftungen mit dem deutschen Botschafter beiwohnen. Läuft, so kanns weiter gehen.

Den Blog werde ich im übrigen in den kommenden Tagen noch überarbeiten und verfeinern.